Auto News Aktuelle Nachrichten aus der Auto Welt

8Sep/080

400.000 Besucher und ein Bauer

Berlin (ots) - Bauer Hubert heißt der Protagonist der "nature.tec - Fachschau für Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe", einem der zentralen Ausstellungsbereiche der diesjährigen Internationalen Grünen Woche in Berlin. In der vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderten Fachschau demonstriert Bauer Hubert den über 400.000 Besuchern auf insgesamt 3.000 m2 die technische Anwendung von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen in Form von Biogas, Biokraftstoffen, Bioverbundwerkstoffen und biologisch abbaubaren Schmierstoffen. Zu seinen Aufgaben zählt auch die Betankung des BioConcept-Cars von Rapper SMUDO mit Biodiesel. Mit dem 280 PS Mustang tritt der Sänger regelmäßig in der deutschen Langstreckenmeisterschaft an.


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27Aug/080

NABU fordert Korrektur der deutschen und europäischen Biokraftstoffpolitik

Berlin (ots) - Der NABU fordert eine Korrektur der Pläne von Bundesregierung und EU-Kommission für einen hohen Anteil von Biodiesel und Ethanol am Kraftstoffmarkt. Zukünftig dürften nur noch Biokraftstoffpfade gefördert werden, bei denen sichergestellt ist, dass sie mindestens 50% Treibhausgase gegenüber fossilen Kraftstoffen einsparen.

    Obwohl immer mehr Berichte und Studien den Beitrag der Biokraftstoffe zum Klimaschutz in Zweifel ziehen, werde an zu hohen Ausbauzielen festgehalten. "Die Risiken und Nebenwirkungen einer massiven Anhebung der Biospritquote sind so hoch, dass die ökologischen Kosten den Nutzen übertreffen werden", so Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des NABU. Die Biokraftstoffziele könnten nur mit erheblichen Importen aus Drittländern realisiert werden. Die Auswirkungen auf intakte Ökosysteme wie Regenwälder oder Moore mit ihrer einzigartigen Artenvielfalt und ihren enormen Kohlenstoffvorräten seien jedoch besonders verheerend.

    Das Klima- und Energiepaket, das die EU-Kommission an diesem Mittwoch vorlegen will, ziele im Verkehrsbereich zu stark auf Biokraftstoffe ab, statt Autos und Verkehrssysteme energieeffizienter zu gestalten. Die EU will den Biokraftstoff-Anteil bis 2020 auf 10 Prozent und die Bundesregierung sogar auf bis zu 20 Prozent steigern. Nach Ansicht des NABU ist es ein Trugschluss, zu glauben, dass die Drosselung der Treibhausgas-Emissionen im Verkehr zu einem großen Teil über die Biokraftstoffe erreicht werden kann. "Ein Spritschlucker wird auch mit Biosprit nicht umweltfreundlicher. Wir brauchen klare Vorgaben für effiziente Autos, statt hohe Biokraftstoffquoten", fordert Miller.

    Besonders kontraproduktiv sei die geplante Anrechenbarkeit von Biokraftstoffen im Rahmen der CO2-Begrenzung von neuen Autos. "Wir lehnen es ab, dass Neufahrzeuge die anvisierte Zielmarke von 120 g CO2 je Kilometer bis 2012 unter Zuhilfenahme von Biokraftstoffen erreichen dürfen, obwohl unklar ist, ob diese Kraftstoffe überhaupt das Klima entlasten", so Miller. Eine Anrechnung von Biokraftstoffen verschleiere den zu hohen Verbrauch der Fahrzeuge. Die Einsparung fossiler Kraftstoffe müsse statt dessen durch technologische Innovationen am Auto erreicht werden.


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27Aug/080

Steuer und teures Pflanzenöl machen dem reinen Biodiesel den Garaus

Berlin (ots) - Reiner Biodiesel ist nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Unterkompensation hat ein dramatisches Ausmaß erreicht. Der nochmals teurer gewordene Rohstoff Pflanzenöl macht in Verbindung mit der auf 15 Cent je Liter erhöhten Energiesteuer dem reinen Biodiesel vollends den Garaus.

Die aktualisierte Berechnung der UFOP kommt zu folgenden Ergebnissen:

   Januar - Juli 2006       Überkompensation + 7 Cent je Liter
   August - Dezember 2006   Unterkompensation - 4 Cent je Liter
   1. Halbjahr 2007         Unterkompensation - 3 Cent je Liter
   2. Halbjahr 2007         Unterkompensation - 12 Cent je Liter
   Mitte Januar 2008        Unterkompensation - 29 Cent je Liter

Der Inlandsverbrauch von Biodiesel wird auf ca. 3 Millionen Tonnen im Jahr 2007 geschätzt. "Für die Reinkraftstoffe mit 55 Prozent Marktanteil muss die Politik endliche eine dauerhafte Lösung schaffen", so der UFOP-Vorsitzende Dr. Klaus Kliem auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. "Man kann nicht auf der einen Seite den Beimischungsanteil von Biodiesel begrenzen und gleichzeitig den Absatz von 1,7 Millionen Tonnen reinem Biodiesel besonders für Nutzfahrzeuge durch die Energiesteuer abwürgen."


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26Aug/080

Umweltzonen / Wenn Michelle und Luigi zu Besuch kommen / ADAC warnt vor überteuerten Plaketten aus dem Internet

München (ots) - Ausländische Gäste, die mit ihrem Auto touristische Ziele in Deutschland ansteuern, hier arbeiten oder einfach nur einen Besuch bei Freunden oder Verwandten machen wollen, benötigen für die Fahrt durch eine Umweltzone unbedingt eine gültige Plakette. Der ADAC empfiehlt Autofahrern aus den Nachbarstaaten, sich rechtzeitig eine solche Plakette zu besorgen oder über Freunde und Verwandte in Deutschland besorgen zu lassen.

Der einfachste Weg führt über das Internet. So kann man beispielsweise bei der Berliner Kfz-Zulassungsstelle per E-mail (kfz-zulassung@labo.verwalt-berlin.de) eine Plakette bestellen. Ähnliche Hilfe erfahren niederländische Autofahrer beim Besuch der Internetseite des TÜV-Nord unter www.tuev-nord.nl/Keuringen/umweltplakette.htm. Auch der ADAC gibt unter www.adac.de/umweltzonen nützliche Hinweise. Rechtzeitige Planung ist angesagt. Vergehen doch meist zwei bis drei Wochen, bis die Plakette beim Empfänger ist.

Unterstützung bieten auch Hotels in Umweltzonen an, die bei Bedarf für ihre Gäste eine Plakette besorgen. Wer sich lieber auf die Hilfe von deutschen Freunden verlässt, muss diesen eine Kopie seiner Fahrzeugpapiere anvertrauen. Sie können dann die Plakette bei den bekannten Stellen in Deutschland stellvertretend kaufen. Internetanbieter, die die Plakette zu Mondpreisen anbieten, sollte man lieber meiden. Die ganze Prozedur darf nicht mehr als sechs bis zehn Euro kosten.

Bei kurzfristigem Reiseantritt kann der ausländische Autofahrer auch direkt die deutschen Ausgabestellen wie zum Beispiel AU-Werkstätten oder technische Überwachungsvereine (z.B. Dekra, GTÜ, KÜS, TÜV), ansteuern. Ist die Einstufung des Fahrzeugs anhand der Papiere nicht möglich, wird das Datum der Erstzulassung als Einstufungskriterium benutzt. So bekommen alle Benziner, die nach dem 1.1.1993 erstmals zugelassen wurden, eine Plakette. Diesel ohne Partikelfilter müssen nach dem 31.12.1996 zugelassen worden sein. Pech haben jedoch Autofahrer ohne Plakette, die am Wochenende in eine Umweltzone fahren wollen. Sie müssen in den sauren Apfel beißen, das Fahrzeug am Rande der Zone abstellen und die Fahrt mit dem ÖPNV oder dem Taxi fortsetzen.

Ausländische Autofahrer, die in Deutschland ohne Plakette in einer Umweltzone unterwegs sind, riskieren ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro. Der Punkt, der ihren deutschen Kollegen droht, bleibt ihnen erspart.


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